Studie: Preismodelle für Energie reformieren

Studie: Preismodelle für Energie reformieren

13. April 2017

Billiges Heizöl, teurer Strom: Eine Grundlagenstudie von Agora Energiewende belegt erneut die große Unwucht bei Energiepreisen zugunsten klimaschädlicher Energie. Eine Reform des Abgaben- und Umlagensystems muss danach die nächste Großbaustelle für den klimafreundlichen Umbau des Energiesystems sein. Denn die gegenwärtigen Abgaben und Umlagen verhindern eine erfolgreiche Energiewende.

Logo von Agora Energiewende

Die staatlich regulierten Aufschläge auf Energiepreise variieren in Deutschland je nach Energieträger extrem. So betragen die Steuern, Abgaben, Entgelte und Umlagen auf eine Kilowattstunde bei Heizöl 0,6 Cent, bei Erdgas 2,2 Cent, bei Diesel 4,7 Cent, bei Benzin 7,3 Cent und beim Strom 18,7 Cent. Die staatlichen Aufschläge sind somit beim Strom am höchsten und übersteigen die Steuern auf Heizöl um mehr als das 30-fache. Dabei wird Strom durch den stetig steigenden Anteil Erneuerbarer Energien immer sauberer, durch den Anstieg von Abgaben und Umlagen jedoch auch immer teurer. Die fossilen Energieträger wie Benzin, Diesel, Heizöl und auch Erdgas bleiben hingegen klimaschädlich – und günstig.

In einer Grundlagenstudie hat Agora Energiewende das gegenwärtige System von Abgaben und Umlagen auf Energiepreise detailliert untersuchen lassen und basierend darauf eine Übersicht über die Lösungsansätze vorgelegt, mit denen die Erhebung der Aufschläge so reformiert werden kann, dass sie nicht gegen, sondern für mehr Klimaschutz wirken. Insbesondere aufgrund der effizienten und sinnvollen Kombination von Photovoltaik und Wärmepumpen ist diese Partnerschaft aus Sicht des BWP im Rahmen der Verbraucherkampagne ein konsequenter Schritt. 

Zur Studie "Neue Preismodelle für Energie"

Zum Foliensatz der Studie

© 2017 bwp | Bundesverband Wärmepumpe e.V. | Impressum | Datenschutzerklärung

Zum Seitenanfang