Brauchwasserwärmepumpen – Eine elektrisierende Zukunft

Markt 23. Oktober 2013

Brauchwasser-Wärmepumpen bieten ein enormes Potenzial.
Brauchwasser-Wärmepumpen bieten ein enormes Potenzial.

Brauchwasserwärmepumpen: Bisheriger und zukünftiger Wachstumsfaktor im Wärmepumpenmarkt

In den vergangenen drei Jahren waren Brauchwasserwärmepumpen (BW-WP) der einzige Sektor des europäischen Wärmepumpenmarktes, welcher ein stetiges und bedeutendes Wachstum verzeichnen konnte. Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrisen der vergangenen Jahre, zurückgehender Neubauzahlen und einem stagnierenden Wärmepumpenmarkt haben sich BW-WP sehr gut entwickelt. Seit 2008 hat sich der Europäische Markt für BW-WP vervierfacht, auf derzeit mehr als 60.000 Einheiten pro Jahr.

Es ist davon auszugehen, dass sich dieses Wachstum über die kommenden fünf Jahre hinweg fortsetzen wird (wenn auch ein wenig langsamer als bisher). Bis ins Jahr 2017 wird sich der Markt zumindest verdoppeln. Einige wichtige Marktakteure sind sogar noch optimistischer: Sie gehen davon aus, dass sich die Verkäufe von BW-WP in dieser Zeit sogar verdreifachen werden.

Der Austausch von elektrischen Warmwasserkesseln bietet ein enormes, noch weitgehend ungenutztes Potenzial

Der derzeit wichtigste Markt für Brauchwasserwärmepumpen – und auch einer der Schlüsselsektoren für zukünftiges Wachstum – ist der Austausch von elektrisch beheizten Warmwasserspeichern im Gebäudebestand. In Deutschland, Frankreich und Großbritannien werden zusammengenommen jährlich rund drei Millionen dieser Geräte installiert, der Bestand liegt allein in Frankreich bei deutlich mehr als 10 Millionen Einheiten. Selbst ein kleiner Teil dieses Marktes würde ausreichen, um die Verkäufe von BW-WP europaweit in Zukunft deutlich anzukurbeln.

Mehrere Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle für ein immer attraktiver werdendes Kundenangebot gegenüber elektrischen Warmwasserkesseln:

  • Brauchwasserwärmepumpen sind bereits heute eine kostengünstige Alternative, um die Energiekosten zu senken. Vollständig installierte Systeme sind bereits ab 2.000-3.000€ zu bekommen, ein Bruchteil der Kosten einer Heizungswärmepumpe oder anderer erneuerbarer Technologien. Ein weiteres Sinken der Gerätepreise ist auch für den deutschen Markt zu erwarten.
  • Steigende Stromkosten und verbesserte Jahresarbeitszahlen tragen dazu bei, dass die durch BW-WP zu erzielenden Einsparungen stetig wachsen, was zu kürzeren Amortisationszeiten führt.
  • Das Inkrafttreten der Ecodesign-Verordnung für Warmwassererzeuger wird von Seiten der Hersteller von elektrischen Warmwasserkesseln erhebliche Anstrengungen bei der Isolierung ihrer Geräte erfordern, da ihre Geräte sonst spätestens 2017 vom Markt genommen werden. Dies wird einen zusätzlichen positiven Impuls für die Amortisationszeit von BW-WP gegenüber direkt elektrisch beheizten Geräten bieten.
  • Zu guter Letzt wird die Einführung des Energielabels für Warmwassererzeuger dem Endkunden – zum ersten Mal von unabhängiger Quelle bestätigt – die Einsparpotenziale von Brauchwasserwärmepumpen klar vor Augen führen. Hier wird der Unterschied zwischen BW-WP, die ein A-A+ Label erhalten werden, und elektrischen Geräten, die maximal ein C Label erhalten können, besonders deutlich sein.

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Die Serie von insgesamt fünf Gastbeiträgen von Delta Energy & Environment (Delta-ee) basiert auf einer im August 2013 fertiggestellten Studie zum Thema Brauchwasserwärmepumpen. Für weitere Informationen zum Thema oder zur Studie kontaktieren Sie bitte den Autor: Lukas Bergmann, lukas.bergmann@delta-ee.com, +44 131 625 3332.


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