Ein guter Tag für den Verbraucherschutz

Forschung & Technik 27. Februar 2013

Sei es der stets gefürchtete Sanierungsstau, sei es das schwache Stromnetz in Südeuropa, seien es unterschiedliche Rahmenbedingungen -  es gibt wohl nichts, was nicht an irgendeiner Stelle – und in der Sache auch berechtigt - gegen die einheitlichen Energiesparnoten ins Feld geführt wurde.

Verbraucherschützer, Umweltverbände und auch der BWP hatten nur ein Argument: Die Transparenz für den Verbraucher. Die Kommission hat ihr nun den Vorrang gegeben. Das ist gut so: Denn nur ein einheitliches Etikett ermöglicht es Verbrauchern, sich für ein sparsames Produkt zu entscheiden. Und nur ein einheitliches Label bringt die Vorteile Erneuerbarer Energien klar zum Ausdruck. Beides sind wichtige Bausteine, um die berühmten 20-20-20 Ziele zu erreichen.

Ab 2015 finden Verbraucher auf Wärmepumpen, Gasbrennwertgeräten und KWK-Anlagen die berühmten Balken wie wir sie schon von Waschmaschinen und Geschirrspülern kennen. Die höchste Energieklasse beträgt zur Einführung A++, ab 2019 wird die Skala auf A +++ erweitert.

Mit der Verabschiedung von Ökodesign und der Energiekennzeichnung wären endlich notwendige neue Instrumente für die Erreichung der europäischen Klimaschutzziele geschaffen. Es bleibt zu hoffen, dass diese den erlahmenden Klimaschutzbemühungen der EU neuen Schwung verleihen. Denn Brüssel scheint klimaschutztechnisch mittlerweile ein wenig zu keuchen: Marathonläufer kennen das Gefühl – nach einem enthusiastischen Start geht den Sportlern in der zweiten Hälfte die Puste aus. Ähnlich ergeht es gerade den Klimazielen der Europäischen Union -zumal den Europäern die Schulden- und Wirtschaftskrise wie ein Mühlstein um den Hals hängt, was den Marathon Klimaschutz nicht gerade einfacher macht.

Während beispielsweise die Zwischenziele für 2012 der Erneuerbaren Energien Richtlinie, das sind die berühmten 20-20-20 Ziele, bereits 2010 erreicht wurden, sieht es für 2020 ungewiss aus. Auch die in der Europäischen Energierichtlinie geforderte nationale Definition für das Niedrigstenergiegebäude – immerhin bereits 2020 Standard im Neubau – ist zumindest in Deutschland noch nicht über eine Ankündigung hinausgekommen.


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