Kurzes Vergnügen

Energiepolitik 02. September 2013

Energiepolitik -Fehlanzeige: Angela Merkel und Peer Steinbrück beim TV-Duell (Bildquelle: faz.net)
Energiepolitik -Fehlanzeige: Angela Merkel und Peer Steinbrück beim TV-Duell (Bildquelle: faz.net)

Zugegeben, ich habe nicht genau auf die Uhr geschaut. Aber es können nicht mehr als zwei, vielleicht drei Minuten gewesen sein. Solange war die Energiewende Thema beim gestrigen TV-Duell von Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem Herausforderer Peer Steinbrück. Ganz gespannt saß ich mit meinem Handy vor dem Fernseher, um eifrig die energiepolitischen Einlassungen zu kommentieren. Auf ganze drei Tweets konnte ich es bringen. Und davon war nur einer ein inhaltlicher Kommentar. Ich hatte das iPhone extra noch aufgeladen und hatte am Schluss nicht mal 5% Batterie verbraucht – und das bei der Entladegeschwindigkeit von dem Ding. Sie merken schon, wie verzweifelt ich bin, diesen Kommentar auf eine nicht allzu peinliche Länge zu strecken. Aber keine Sorge: Anzügliche Analogien zum Thema „Nach zwei Minuten schon vorbei“ spare ich mir.

Ein bisschen Strompreis hier, ein bisschen EEG dort, ein bisschen Kohle dazu und aus die Maus. Eigentlich enttäuschend – geht es doch um ein volkswirtschaftliches, gesellschaftliches, sozialpolitisches Megaprojekt, das größte seit der Wiedervereinigung. Energieeffizienz, Gebäudesanierung, Wärmemarkt, Moblitätssektor… Nur die Wahlplakate der Parteien bieten noch weniger Aussagen zu dem Thema. Das kann ich nicht einmal den Kandidaten vorwerfen, die denken sich schließlich die Fragen nicht aus. Wenn die vier größten deutschen TV-Sender, vier mehr oder weniger gestandene Polit-Journalisten mit einem Heer von Redakteuren und Demoskopen im Hintergrund entscheiden, Angela Merkels Mitleid für ihren Kontrahenten sei für die Wähler entscheidender, dann bin ich wohl bloß betriebsblind. Diese Umfrage, dass Energiepolitik für ein Fünftel der Wähler ein entscheidender Punkt für ihre Stimmabgabe sei, hab ich dann bestimmt falsch verstanden. Ich lese das nochmal nach.

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Ich hab es nochmal nachgelesen. Es stimmt. Gut, ich bin also nicht der einzige. Welch Beruhigung! Glücklicherweise gibt es noch andere Möglichkeiten, sich über die Positionen der Parteien Parteien zu informieren. Zum Beispiel die BWP-Wahlprüfsteine, die wir in den kommenden Tagen auf unserem Blog veröffentlichen werden.


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