Neubau

Status quo

Im Neubausektor werden Erneuerbare Energien bereits verstärkt eingesetzt. In einigen Regionen erreicht allein die Wärmepumpe Anteile von annähernd 50 Prozent. Grund hierfür ist, dass es gesetzliche Anforderungen für Energieeffizienz und die Nutzung Erneuerbarer Wärme im Neubausektor gibt.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

EnEV 2014

Mit der EnEV verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, den Einsatz fossiler Brennstoffe bzw. Primärenergie im Gebäudebereich zu reduzieren. Sie ist das Hauptinstrument zum Vorantreiben des Standes der Technik im Neubau. Die letzte EnEV-Novelle trat im Jahr 2014 in Kraft und brachte folgende Neuerungen mit sich:

  • Absenkung des max. zulässigen Primärenergiebedarfs um 25 Prozent auf 61,98 kWh/m²a
  • Absenkung des Primärenergiefaktors Strom von 2,6 auf
    — 2,4 zum 01.05.2014
    — 1,8 zum 01.01.2016
  • Zuordnung zu Effizienzklassen von A+ bis H im Gebäudeenergieausweis
  • Austauschpflicht für veraltete Heizkessel (älter als 30 Jahre)
  • Mehr Informationen zur EnEV

Weitere Informationen zur EnEV finden Sie in unserem Leitfaden Energieeffizienz

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Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG)

Mit dem EEWärmeG soll der Anteil Erneuerbarer Wärme bis 2020 auf 14 Prozent gesteigert werden. Daher verpflichtet es Bauherren zur Nutzung regenerativer Energiequellen, wie z.B. der Wärmepumpe.
Für Wärmepumpen sieht das Gesetz folgende Anforderungen vor:

  • Mind. 50-prozentige Deckung des Wärme-/Kältebedarfs durch die Wärmepumpe
  • Mindestjahresarbeitszahlen
    — 3,5 (Luft-Wärmepumpen) bzw. 4,0 (erdgekoppelte Wärmepumpen)
    — Bei Warmwasserbereitung durch die Wärmepumpeoder andere Erneuerbare Energien: 3,3 (Luft-Wärmepumpen) bzw. 3,8 (erdgekoppelte Systeme)
  • EHPA-Gütesiegel oder vergleichbare Qualitätszeichen

Darüber hinaus dürfen die Bundesländer eigene Wärmegesetze erlassen.

BWPosition

Das EEWärmeG soll auf Basis des Erfahrungsberichts aus dem Jahr 2013 überarbeitet werden. Die EnEV bedarf aufgrund europäischer Vorgaben bis 2017 einer weiteren Anpassung. Der BWP vertritt hier folgende Positionen:

  • Technologieoffene Weiterentwicklung des EEWärmeG und ggf. Zusammenführung mit der EnEV
  • Berücksichtigung europäischer Regulierungen (RES-Direktive, Ökodesign, Energylabel)
  • Strikte Anwendung der Austauschpflicht aus der EnEV
  • Anspruchsvolle Anforderungen bei der Definition des Niedrigstenergiehaus-Standards