Gebäudesanierung

Gebäudesanierung in Deutschland
Bestand zentraler Wärmeerzeuger in Deutschland (2013). (Grafik: Bundesverband Wärmepumpe)

Status quo

Insbesondere der Gebäudebestand bietet enorme Potenziale zur Energieeinsparung, v.a. die rund 35 Prozent des Energieverbrauchs, die in Deutschland auf die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser in Gebäuden entfallen; ca. 40 Prozent aller CO2-Emissionen entstehen in diesem Bereich. Damit wird deutlich, dass Deutschland seine Energie- und Klimaziele ohne eine „Wärmewende“ nicht erreichen kann.

Da die Neubaurate bei weniger als 1 Prozent liegt, bedeutet dies, dass vor allem der Gebäudebestand klimafit gemacht werden muss. Dafür muss der Wärmebedarf reduziert und vermehrt durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Die Potenziale bei den 18 Millionen Wohngebäuden sind riesig:

  • nur 20 Prozent aller Gebäude nutzen Erneuerbare Wärme
  • von den bestehenden fossilen Heizkesseln sind 80 Prozent veraltet
  • nur 1 Prozent aller Gebäude pro Jahr wird saniert

BWPosition

Um die Energie- und Klimaziele zu erreichen, müssen 2,5 Prozent aller Gebäude pro Jahr saniert werden.

Damit die Hausbesitzer verstärkt investieren, sollte die Politik für eines sorgen: Effizienz muss sich lohnen! Notwendig dafür:

  • Intelligente Förderung: Gebäudesanierung und Erneuerbare Wärme werden durch attraktive und an der Lebenswirklichkeit der Hausbesitzer orientierte Förderung angereizt.

Positionspapier zur Steuerlichen Förderung von Energetischen Sanierungsmaßnahmen vom 8.12.2014

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  • Entzerrung der Heizenergiepreise: Durch eine Gleichbehandlung von Heizenergieträgern bei Steuern und Abgaben schlägt sich Energieeffizienz in Kosteneinsparungen nieder.

Im Erfahrungsbericht zum Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) wird außerdem eine Nutzungspflicht für Erneuerbare Energien im Bestand empfohlen. Dies birgt jedoch gewisse Risiken, weshalb die Herstellung finanzieller Anreize für die notwendigen Investitionen vorzuziehen ist.