BAFA-Förderung Wärmepumpe | Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

BAFA-Förderung für Wärmepumpen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) belohnt den Einbau einer effizienten Wärmepumpe mit attraktiven Fördersummen aus dem Marktanreizprogramm (MAP). Die seit 2012 geltenden Förderbedingungen wurden 2016 nochmals verbessert.

Das Marktanreizprogramm (MAP) dient besonders der Modernisierung bereits bestehender Gebäude und somit dem Heizungstausch. Im Neubau werden lediglich besonders innovative und effiziente Wärmepumpenanlagen gefördert.

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Ansprechpartner Förderung

Michael Koch
Leiter Politik & Stellv. Geschäftsführer
Telefon: 030 208 799 719
E-Mail: koch@waermepumpe.de


Allgemeines & Förderbedingungen

  • 1. Welche Wärmepumpen werden gefördert?

    1. Welche Wärmepumpen werden gefördert?

    Luftwärmepumpe neben Haustür

    Neben solarthermischen und Biomasseanlagen fördert das BAFA effiziente elektrische sowie gasbetriebene Wärmepumpen bis 100 kW Nennwärmeleistung:

    • Luft/Wasser-Wärmepumpen
    • Sole/Wasser-Wärmepumpen
    • Gas-Wärmepumpen
    • Direktverdampfung (Direktübertragung)/Wasser-Wärmepumpen
    • Wasser/Wasser-Wärmepumpen
    • Sonderformen (z. B. Abwärmenutzung; solare oder solarunterstützte Wärmepumpensysteme)

    Darüber hinaus dürfen nur Wärmepumpen, die einen Mindest-COP-Wert aufweisen und diesen durch einen unabhängigen Prüfbericht nachweisen können, gefördert. Eine Liste förderfähiger Wärmepumpen finden Sie bei der BAFA. 

    Nicht gefördert werden…

    • … selbst gebaute Anlagen und Prototypen,
    • … gebrauchte Anlagen,
    • … Luft/Luft- und Brauchwasser-Wärmepumpen
  • 2. Welche allgemeinen Fördervoraussetzungen gibt es?

    2. Welche allgemeinen Fördervoraussetzungen gibt es?

    Gefördert werden Wärmepumpen, wenn sie zur…

    • … kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden (außer, wenn die Warmwasserbereitung durch andere erneuerbare Energien erfolgt, s. Kombinationsbonus),
    • … Raumheizung von Nichtwohngebäuden (hier muss die Wärmepumpe keine Warmwasserbereitung übernehmen!),
    • … Bereitstellung von Prozesswärme oder
    • … Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze

    eingesetzt werden.

    Bivalente Systeme sind ebenfalls förderfähig, müssen aber die allgemeinen und Effizienzvoraussetzungen erfüllen.

    Wärmepumpen, die in Wohngebäuden nur zur Raumheizung bzw. nur zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden, werden nicht gefördert!

    Darüber hinaus muss…

    • … ein Wärmemengen- und ein Stromzähler eingebaut,
    • … ein hydraulischer Abgleich durchgeführt (außer bei Direktkondensationswärmepumpen),
    • … ein Nachweis über die Anpassung der Heizkurve an das entsprechende Gebäude erbracht,
    • … mindestens eine Umwälzpumpe mit Mindest-Effizienzklasse A oder Energieeffizienzindex EEI gemäß Ökodesign-Richtlinie von 0,27 eingebaut

    werden. Die Erfüllung der Anforderungen ist nachzuweisen.

    Beim Heizungstausch muss die auszutauschende Heizung mindestens zwei Jahre alt sein. Wenn eine ältere Wärmepumpe gegen eine neuere ausgetauscht wird und für die ältere Wärmepumpe auch Förderung in Anspruch genommen wurde, so muss die ältere Wärmepumpe mindestens sieben Jahre gelaufen sein. Sonst muss die Förderung für die ältere Wärmepumpe anteilig zurückgezahlt werden.

  • 3. Wie effizient muss die Wärmepumpe sein, um gefördert zu werden?

    3. Wie effizient muss die Wärmepumpe sein, um gefördert zu werden?

    Um gefördert zu werden, muss die Wärmepumpe

    1. auf der Liste förderfähiger Wärmepumpen des BAFA verzeichnet sein,
    2. bei elektr. Wärmepumpen eine Mindest-Jahresarbeitszahl erreichen, die anhand VDI 4650 Blatt 1 (in der jeweils aktuellen Fassung) berechnet wird,
    3. bei Gas-Wärmepumpen eine Mindest-Jahresarbeitszahl nach VDI 4650 Blatt 2 (Ausgabe 2013) erreicht werden.

     

    In der Basisförderung (für Bestandsgebäude) gelten folgende Mindestwerte für die Jahresarbeitszahl (JAZ):

    • Sole/Wasser & Wasser/Wasser-WP: 3,8 (Wohngebäude), 4,0 (Nicht-Wohngebäude)
    • Luft/Wasser-WP: 3,5 (Wohn- & Nicht-Wohngebäude)
    • Gas-WP: 1,25 (Wohngebäude), 1,3 (Nicht-Wohngebäude)

    In der Innovationsförderung (für Bestandsgebäude sowie Neubauten) gelten folgende Mindestwerte für die Jahresarbeitszahl (JAZ): 

    • Sole/Wasser & Wasser/Wasser-WP: 4,5 (Wohn- & Nicht-Wohngebäude)
    • Luft/Wasser-WP: 4,5 (Wohn- & Nicht-Wohngebäude)
    • Gas-WP: 1,5 (Wohn- & Nicht-Wohngebäude)

    Eine Ausnahme in der Innovationsförderung bilden Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz. Hier gilt es, Mindestwerte bei der sogenannten System-Jahresarbeitszahl (SJAZ) zu erfüllen:

  • 4. Was ist die Jahresarbeitszahl (JAZ) einer Wärmepumpe?

    4. Was ist die Jahresarbeitszahl (JAZ) einer Wärmepumpe?

    Die Wärmepumpe entzieht dem Untergrund, dem Grundwasser oder der Umgebungsluft Wärme und führt sie dem Heizsystem des Gebäudes zu. Betrieben wird die Wärmepumpe in den meisten Fällen mit Strom, seltener auch mit Gas. Mit 1 Kilowattstunde (kWh) Strom kann man so bei fachgerechter Planung und Ausführung etwa 3 bis 5 kWh Wärme erzeugen. Eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,5 wandelt im Jahresschnitt 1 kWh Strom in 3,5 kWh Wärme um. Die Jahresarbeitszahl zeigt so die Effizienz der Wärmepumpe auf.

  • 5. Werden auch Wärmepumpen im Neubau gefördert?

    5. Werden auch Wärmepumpen im Neubau gefördert?

    Seit dem 1. April 2015 kann für Wärmepumpen in neu errichteten Gebäuden die sogenannte Innovationsförderung beantragt werden. Hier gelten verglichen mit bestehenden Gebäuden allerdings verschärfte Anforderungen. Darüber hinaus müssen die Gebäude natürlich auch die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetzes (EEWärmeG) erfüllen.

    Neben dem MAP kann auch das KfW-Programm "Energieeffizient Bauen" (Programmnummer 153), mit einem Tilgungszuschuss von bis zu 16.875 EUR, in Anspruch genommen werden.

    WICHTIG: Im Neubau muss die Förderung unbedingt VOR der Erteilung des Auftrages für die Wärmepumpe gestellt werden!

  • 6. Können auch Anlagen gefördert werden, die schon länger als neun Monate in Betrieb sind?

    6. Können auch Anlagen gefördert werden, die schon länger als neun Monate in Betrieb sind?

    Nein. Beginnend mit dem Datum der Inbetriebnahme einer Anlage muss der Förderantrag spätestens neun Monate danach beim BAFA eingegangen sein. Wird diese Frist versäumt, muss der Antrag abgelehnt werden.

    Wichtig: Die nachträgliche Antragstellung ist nur in der Basisförderung, also beim Austausch einer alten Heizung durch eine neue Wärmepumpe, möglich. Bei der Innovationsförderung ist die Antragstellung immer VOR Vorhabensbeginn verpflichtend, das gilt für sämtliche Neubauvorhaben sowie den Einbau einer besonders effizienten Wärmepumpe in ein Bestandsgebäude (Heizungstausch).

  • 7. Warum muss der hydraulische Abgleich durchgeführt werden?

    7. Warum muss der hydraulische Abgleich durchgeführt werden?

    Hydraulischer Abgleich bei Wärmepumpen

    Die Durchführung des hydraulischen Abgleichs ist Voraussetzung für die Förderung einer Wärmepumpenanlage. Ohne den hydraulischen Abgleich bzw. ohne den entsprechenden Nachweis kann das BAFA den Zuschuss nicht bewilligen und auszahlen. Auch wenn die Durchführung des hydraulischen Abgleichs zusätzlichen Aufwand und weitere Kosten verursacht und so die Investition in „erneuerbare“ Heizungstechnik zunächst verteuert, führen hydraulisch abgeglichene Systeme im Nachhinein zu einem geringeren Energieverbrauch.

  • 8. Wer darf Förderanträge stellen?

    8. Wer darf Förderanträge stellen?

    Antragsberechtigt sind folgende Zielgruppen:

    • Privatpersonen
    • Freiberufler
    • Unternehmen
    • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände
    • sonstige juristische Personen des Privatrechts (insbes. gemeinnützige Organisationen und Genossenschaften)
    • Hersteller förderfähiger Anlagen, insofern sie Anlagen als Contractoren zur Nutzung durch Dritte betreiben

    Zu beachten sind die verschiedenen Antragsverfahren. Unternehmen und Freiberufler müssen grundsätzlich vor dem Vorhabensbeginn ihren Förderantrag einreichen. Privatpersonen können dies bis zu 9 Monate nach Inbetriebnahme bzw. Durchführung der Optimierungmaßnahme tun (Ausnahme: Innovationsförderung!)

  • 9. Welche besonderen Voraussetzungen gibt es für die Erdwärme-Nutzung?

    9. Welche besonderen Voraussetzungen gibt es für die Erdwärme-Nutzung?

    Soll eine Erdsonde installiert werden, müssen besondere Qualitätskriterien beachtet werden:

    1. Das Bohrunternehmen muss ein W120-2-Zertifikat vorweisen. Ein Zertifikat nach DVGW W120 oder W120-1 ist nicht ausreichend.
    2. Für die Bohrung muss eine verschuldensunabhängige Versicherung abgeschlossen werden.

    Entsprechende Nachweise sind bei der Antragstellung vorzulegen. Eine Versicherungslösung wird vom Bundesverband Wärmepumpe in Kooperation mit der Dr. Friedrich E. Hörtkorn GmbH angeboten.

    Für die Verlegung von Erdwärme-Kollektoren bestehen keine gesonderten Anforderungen.

  • 10. Werden auch Wärmepumpen mit Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen gefördert?

    10. Werden auch Wärmepumpen mit Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen gefördert?

    PV-Verbrauch mit Wärmepumpe

    In vielen Fällen ist die Kombination einer Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) sinnvoll. Auf diese Weise kann ein Teil des PV-Ertrags im eigenen Haus verbraucht und der Bezug teureren Netzstroms vermieden werden. Eine mit PV-Strom betriebene Wärmepumpe arbeitet vollkommen klimaneutral.

    Natürlich können auch Wärmepumpen, die von der BAFA gefördert werden, mit einer PV-Anlage betrieben werden. Hierfür gibt es jedoch keine zusätzliche Förderung und trotz der besseren Energie- und Klimabilanz gelten dieselben Anforderungen.

    Nur durch die Kombination mit einer Solarthermie-Anlage, die die Sonnenenergie zur Bereitstellung von Wärme und nicht zur Stromerzeugung nutzt, kann zusätzliche Förderung herangezogen werden.

    1. Wird im Zusammenhang mit der Wärmepumpe eine förderfähige Solarthermie-Anlage installiert, kann für diese eine Solarthermie-Förderung beantragt und der Kombinationsbonus von 500 Euro in Anspruch genommen werden. Übernimmt die Solarthermie-Anlage die Warmwasser-Bereitung, entfällt die Anforderung, dass die Wärmepumpe zur kombinierten Raumheizung und Warmwasserbereitung eingesetzt werden muss.
    2. Wird eine förderfähige Solarthermie-Anlage installiert, die einen Beitrag zur Wärmequelle leistet, kann eine Innovationsförderung für Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz beantragt werden. Hierzu gelten eigene Anforderungen.
    3. Wird mit der Wärmepumpe eine nicht-förderfähige Solarthermie-Anlage mit mindestens 7m² Kollektorfläche installiert, die einen Beitrag zur Wärmequelle leistet, kann der Kombinationsbonus beantragt werden.
  • 11. Werden auch Kälte-/Klimaanlagen gefördert?

    11. Werden auch Kälte-/Klimaanlagen gefördert?

    Nein, das Marktanreizprogramm (MAP) fördert nur Wärmepumpen, die zu Zwecken der Raumheizung (Nichtwohngebäude) bzw. kombinierten Raumheizung und Trinkwasserbereitung (Wohngebäude) eingesetzt werden. Anlagen zur Kälteerzeugung/Klimatisierung werden nicht bezuschusst.

    Es gibt allerdings neben dem MAP ein Förderprogramm bei der BAFA speziell für Kälte-/Klimaanlagen. Hier gelten allerdings spezielle Förderbedingungen und Anforderungen. Nähere Informationen finden Sie hier:

     BAFA-Förderung FÜR KÄLTE-/KLIMAANLAGEN

Förderrechner

Häuschen mit Bauplan, Kupferrohren und Schriftzug Förderung Wärmepumpe

Wie viel Förderung erhalte ich für den Einbau einer Wärmepumpe? Wie kombiniere ich die Förderung mit anderen Bonuszahlungen? Klicken Sie sich durch den Förderrechner und finden Sie Ihren Weg durch die Förderprogramme und zur Antragstellung.

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Fördersätze & Boni

  • 12. Wie hoch sind die Zuschüsse beim Heizungstausch (Basisförderung)?

    12. Wie hoch sind die Zuschüsse beim Heizungstausch (Basisförderung)?

    Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach den Nennwärmeleistungen der Wärmepumpen und ist in einer Förderrichtlinie (Stand: 1. April 2015) festgelegt, die vom zuständigen Bundeswirtschaftsministerium erlassen wurde.

    Folgende Zuschüsse werden in der Basisförderung für den Gebäudebestand gewährt (ohne APEE-Bonus):

    • Sole/Wasser-WP (mit Erdsonde): 100 EUR/kW, mind. 4500 EUR
    • Wasser/Wasser-WP & sonstige Sole/Wasser-WP: 100 EUR/kW, mind. 4000 EUR
    • Luft/Wasser-WP (leistungsgeregelt bzw. monovalent): 40 EUR/kW, mind. 1500 EUR
    • Luft/Wasser-WP (sonstige): 40 EUR/kW, mind. 1300 EUR
    • Gas-Wärmepumpen: 100 EUR/kW, mind. 4500 EUR

    Zusätzlich zur Basisförderung können noch Boni und Zuschüsse für Optimierungsmaßnahmen beantragt werden. Bei besonders effizienten Wärmepumpen ist die sog. Innovationsförderung (s. Frage 12) möglich, in der höhere Fördersätze, aber auch höhere Anforderungen gelten.

    Ersetzt die geförderte Wärmepumpe einen besonders ineffizienten Kessel (Öl/Gas, kein Brennwert, außerhalb gesetzlicher Austauschpflicht, Nachtspeicheröfen, Elektroheizung), wird der Förderbetrag seit 2016 noch einmal um 20% aufgestockt (APEE-Bonus)! In diesem Fall muss gleichzeitig die gesamte Heizungsanlage optimiert werden. Für die Optimierung gibt es einen pauschalen Zuschuss von 600 Euro.

     

     

  • 13. Welche Anforderungen gelten für die Innovationsförderung?

    13. Welche Anforderungen gelten für die Innovationsförderung?

    Mit der Innovationsförderung sollen besonders effiziente Wärmepumpen – sowohl in Bestandsgebäuden als auch in Neubauten – gefördert werden. Auch die Prozesswärmebereitstellung wird einbezogen.

    Hier müssen die Wärmepumpen entweder…

    … eine JAZ von 4,5 (elektr. Wärmepumpen) bzw. 1,5 (Gas-Wärmepumpen) vorweisen

    ODER

    … eine besonders hohe Systemeffizienz aufweisen. Damit sind Anlagen gemeint, die durch die Einbindung weiterer Bauteile besonders effizient sind. Dazu zählen derzeit

    1. erdgekoppelte Wärmepumpen mit ergänzender Wärmequelle Luft oder Solarthermie-Anlage,
    2. Luft/Wasser-Wärmepumpen mit ergänzender Wärmequelle Solarthermie-Anlage,
    3. Wärmepumpen mit Eisspeicher,
    4. Wärmepumpen mit Wärmequelle "kalte Nahwärme".

    Die Optionen und die technischen Anforderungen sind auf einer Liste beim BAFA aufgeführt. Bei diesen Konzepten ist die Effizienz über die sog. System-Jahresarbeitszahl (SJAZ) mithilfe einer Simulationsrechnung nachzuweisen.

    Weiterhin verpflichtend sind…

    Achtung: Der Antrag auf Innovationsförderung muss VOR dem Vorhabensbeginn eingereicht werden!

  • 14. Wie hoch sind die Zuschüsse der Innovationsförderung beim Heizungstausch?

    14. Wie hoch sind die Zuschüsse der Innovationsförderung beim Heizungstausch?

    Mit der Innovationsförderung sollen besonders effiziente Wärmepumpen – sowohl in Bestandsgebäuden als auch in Neubauten – gefördert werden. Auch die Prozesswärmebereitstellung wird einbezogen.

    Hier müssen die Wärmepumpen entweder…

    … eine JAZ von 4,5 (elektr. Wärmepumpen) bzw. 1,5 (Gas-Wärmepumpen) vorweisen

    ODER

    … eine besonders hohe Systemeffizienz aufweisen. Damit sind Anlagen gemeint, die durch die Einbindung weiterer Bauteile besonders effizient sind. Dazu zählen derzeit

    1. erdgekoppelte Wärmepumpen mit ergänzender Wärmequelle Luft oder Solarstrahlung,
    2. Luft/Wasser-Wärmepumpen mit ergänzender Wärmequelle Solarstrahlung,
    3. Wärmepumpen mit Eisspeicher,
    4. Wärmepumpen mit Wärmequelle "kalte Nahwärme".

    Die Optionen und die technischen Anforderungen sind auf einer Liste beim BAFA aufgeführt. Bei diesen Konzepten ist die Effizienz über die sog. System-Jahresarbeitszahl (SJAZ) mithilfe einer Simulationsrechnung nachzuweisen.

    Im Vergleich zur Basisförderung sind die Anforderungen bei der Innovationsförderung höher. 

    Verpflichtend ist...

    • ... eine höhere Jahresarbeitszahl (JAZ) oder anderweitig besonders hohe Systemeffizienz
    • ... die Verwendung von Flächenheizungen und
    • ... ein Qualitätscheck nach einem Jahr inkl. Messung der Jahresarbeitszahl (JAZ)
    • ... der Antrag muss VOR Projektbeginn gestellt werden (nicht innerhalb der 9 Monate nach Inbetriebnahme, wie in der Basisförderung üblich)

     

    Dafür sind die Fördersätze jedoch auch um 50% höher  als in der Basisförderung. In der Innovationsförderung gelten folgende Fördersätze (ohne APEE-Bonus):

      •     Sole/Wasser-WP (mit Erdsonde): 150 EUR/kW, mind. 6750 EUR
      •     Wasser/Wasser-WP & sonstige Sole/Wasser-WP: 150 EUR/kW, mind. 6000 EUR
      •     Luft/Wasser-WP (leistungsgeregelt bzw. monovalent): 60 EUR/kW, mind. 2250 EUR
      •     Luft/Wasser-WP (sonstige): 60 EUR/kW, mind. 1950 EUR
      •     Gas-Wärmepumpen: 150 EUR/kW, mind. 6750 EUR

    Ersetzt die geförderte Wärmepumpe einen besonders ineffizienten Kessel (Öl/Gas, kein Brennwert, außerhalb gesetzliche Austauschpflicht), wird der Förderbetrag seit 2016 noch einmal um 20% aufgestockt (APEE-Bonus)! In diesem Fall muss gleichzeitig die gesamte Heizungsanlage optimiert werden. Für die Optimierung gibt es einen pauschalen Zuschuss von 600 EUR.

    WICHTIG: Für die Innovationsförderung muss der Antrag VOR Projektbeginn gestellt werden!

  • 15. Wie hoch sind die Zuschüsse der Innovationsförderung im Neubau?

    15. Wie hoch sind die Zuschüsse der Innovationsförderung im Neubau?

    In der Innovationsförderung gelten für den Neubau folgende Fördersätze:

      •     Sole/Wasser-WP (mit Erdsonde): 100 EUR/kW, mind. 4500 EUR
      •     Wasser/Wasser-WP & sonstige Sole/Wasser-WP: 100 EUR/kW, mind. 4000 EUR
      •     Luft/Wasser-WP (leistungsgeregelt bzw. monovalent): 40 EUR/kW, mind. 1500 EUR
      •     Luft/Wasser-WP (sonstige): 40 EUR/kW, mind. 1300 EUR
      •     Gas-Wärmepumpen: 100 EUR/kW, mind. 4500 EUR

    WICHTIG: Für die Innovationsförderung muss der Antrag VOR Projektbeginn gestellt werden!

  • 16. Kann ich Innovationsförderung für eine Luftwärmepumpe im KfW-Haus erhalten?

    16. Kann ich Innovationsförderung für eine Luftwärmepumpe im KfW-Haus erhalten?

    Die Luft/Wasser-Wärmepumpe muss eine Jahresarbeitszahl von 4,5 erreichen, damit man dafür die Innovationsförderung erhalten kann. Für eine Luftwärmepumpe ist das ein hoch gestecktes Ziel, das nur mit einem hocheffizienten Gerät realistisch ist. Erdgekoppelte Anlagen können eine JAZ von 4,5 leichter erreichen.

    Dies gilt auch für besonders effiziente Gebäude, z.B. KfW55-Häuser oder besser. Zwar ist es richtig, dass die JAZ mit steigender Gebäudeeffizienz (= niedrigerem Heizwärmebedarf) tendenziell steigt. Dieser Effekt hat jedoch Grenzen und ist ab einem gewissen Effizienzniveau kaum mehr vorhanden. In besonders effizienten Gebäuden kann die JAZ sogar wieder leicht sinken. Daher sind die Vorgaben der Innovationsförderung auch für Luft-Wärmepumpen in KfW-Häusern sehr ambitioniert.

    Für ein KfW-Haus kann jedoch ein KfW-Kredit (Programm 153) in Anspruch genommen werden, der Tilgungszuschüsse bis zu 10 Prozent der Kreditsumme beinhaltet. Siehe dazu auch KfW-Förderung für Wärmepumpen

  • 17. Wie wird die Prozesswärmebereitstellung gefördert?

    17. Wie wird die Prozesswärmebereitstellung gefördert?

    In Abgrenzung zu Raumwärme und Warmwasser ist hier Wärme gemeint, die in Betrieben zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredlung von Produkten oder zur Erbringung einer Dienstleistung mit Prozesswärmebedarf genutzt wird. Eine Liste mit Anwendungsfällen gibt es bei der BAFA.

    Die Anlage darf anteilig auch Raumwärme und Warmwasser bereitstellen, der überwiegende Teil muss aber für o.g. Zwecke verwendet werden.

    Der Förderbetrag liegt bei max. 30 Prozent der förderfähigen Nettoinvestition. Diese wiederum ist bei 60.000 EUR gedeckelt. Maximal werden also 18.000 EUR ausbezahlt.

  • 18. Was ist der Kombinationsbonus?

    18. Was ist der Kombinationsbonus?

    Zusätzlich zu der Basisförderung für eine effiziente Wärmepumpe kann ein Bonus von 500 EUR gewährt werden, sofern gleichzeitig…

    • …eine förderfähige Solarkollektoranlage oder Biomasseanlage zur Raumheizung und Warmwasserbereitung errichtet wird,
    • …eine Solarkollektoranlage zur reinen Warmwasserbereitung angeschlossen wird,
    • …eine nicht förderfähige Solarkollektoranlage (mind. 7 m²) eingebunden wird, die einen Beitrag als Wärmequelle für die Wärmepumpe leistet, ODER
    • … die Wärmepumpe an ein Wärmenetz angeschlossen wird.

    Gleichzeitigkeit der Maßnahmen bedeutet, dass sowohl die Solarthermieanlage als auch die Wärmepumpe innerhalb eines maximalen Zeitrahmens von 9 Monaten in Betrieb zu nehmen sind. Innerhalb dieser Frist muss der Antrag beim BAFA eingegangen sein. Für beide Maßnahmen ist ein separater Antrag zu stellen. Der Bonus wird nur einmal gewährt.

  • 19. Was ist der Effizienzbonus?

    19. Was ist der Effizienzbonus?

    Effizienzbonus MAP

    Wird die Wärmepumpe in einem Gebäude eingebaut, das den Anforderungen des KfW-Effizienzhaus 55 entspricht (Programmnummern 151/152), kann eine zusätzliche Förderung in Höhe von 50 Prozent der Basisförderung beantragt werden. Dies gilt allerdings nicht für Neubauten und Nichtwohngebäude.

    Die Effizienz eines Gebäudes ist durch Vorlage der für die KfW-Förderung notwendigen Online-Bestätigung eines zugelassenen Sachverständigen nachzuweisen.

    Falls ein Gebäude die Voraussetzungen für den Effizienzbonus erfüllt, ist der Bonus zusammen mit der Basisförderung einer effizienten Wärmepumpe zu beantragen. Der Effizienzbonus ist mit dem regenerativen Kombinationsbonus kumulierbar.

  • 20. Was ist der Lastmanagement-Bonus?

    20. Was ist der Lastmanagement-Bonus?

    Lastmanagement-Bonus

    Wärmepumpen, die den Anforderungen eines intelligenten Stromnetzes (Smart Grid - SG) genügen, können einen Bonus von 500 EUR erhalten. Um diesen zu erhalten muss…

    • … ein Pufferspeicher mit einer Größe von mind. 30 Liter/kW Nennwärmeleistung installiert werden (das Volumen des Trinkwasserspeichers darf hier angerechnet werden),
    • … die Wärmepumpe eine Schnittstelle entsprechend der Regularien des „SG Ready“-Labels vorweisen.

    Welche Wärmepumpen für den Lastmanagement-Bonus infrage kommen, wird auf der Liste förderfähiger Wärmepumpen des BAFA vermerkt. Eine Liste aller Wärmepumpen mit SG Ready-Label ist auf der BWP-Website verfügbar.

    Warum SG-Ready? Bei einem immer größer werdenden Anteil fluktuierenden erneuerbaren Stroms im Stromnetz ist die Netzstabilität und das Lastmanagement im Stromnetz wichtig. Wenn die Strommenge, also die Last, im Netz punktuell zu groß wird, können Wärmepumpen den überschüssigen Strom in Wärme umwandeln und im Pufferspeicher zwischenspeichern. So kann die Energie genutzt werden anstatt eine Windenergieanlage bei Starkwind ausschalten zu müssen, um die Netzstabilität zu sichern.

  • 21. Welche Optimierungsmaßnahmen werden gefördert?

    21. Welche Optimierungsmaßnahmen werden gefördert?

    Übersicht Optimierungsmaßnahmen

    Seit 01.04.2015 werden verschiedene Optimierungsmaßnahmen gefördert, um die Effizienz der geförderten Anlagen in der Praxis sicherzustellen.

    Folgende Maßnahmen können gefördert werden:

    • Ausbau Gas-/Öltank einschl. Entsorgung des alten Tank und Wiederherstellung der Außenanlagen bei erdbedeckten Tanks
    • Ausbau Altheizung einschl. Entsorgung
    • Austausch oder erstmaliger Einbau von Flächenheizsystemen und Heizleisten (System-Vorlauftemperaturen unter 35°C) inkl. Anpassung oder Erneuerng von Rohrleitungen
    • Austausch von Heizkörpern durch Niedrigtemperatur(NT)-Heizkörper (Vorlauftemperatur unter 60°C)
    • Austausch "kritischer"Heizkörper zur Systemtemperaturreduzierung
    • Einbau zusätzlicher Wärmetauscher zur Aufrüstung eines NT- zu einem BW-Kessel einschl. notwendiger Schornsteinanpassungen
    • Einbau sowie Ersatz von zur Heizungsanlage zugehöriger Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Nutzerinterface
    • Einbau voreinstellbarer Heizkörperthermostatventile und von Strangdifferenzdruckreglern,
      zusätzliche Dämmung des bestehenden Verteilnetzes und des Speichers
    • Umstellung des Warmwassersystems, d.h. Integration in die Heizungsanlage inkl. notwendiger Sanitärarbeiten (z.B. Austausch der Armaturen, Einsatz wassersparender Maßnahmen, Abwasser-Wärmerückgewinnung)
    • Nutzerinterface und Smart Metering-Systeme für Wärme, auch als Multi-Sparten-Systeme inkl. Strom, Gas und Wasser
    • Einbau einer hocheffizienten Zirkulationspumpe
    • notwendige Maler-, Putz- und Wandverkleidungsarbeiten
    • Herstellung notwendiger Wand- und Deckendurchbrüche inkl. Dämmmaßnahmen,
      Erneuerung des Schornsteins oder Erstellung von Steigsträngen inkl. Verkleinerung,
      Einrichtung oder Neubau eines Heizraums bzw. Bevorratungsbehälters für Biomasse
    • notwendige bauliche Maßnahmen am Heiz- und Kesselraum
    • in Einrohrsystemen Maßnahmen zur Volumenstromregelung
    • Umbau von Ein- in Zweirohrsysteme
    • Ersatz und erstmaliger Einbau von Pufferspeichern (sofern nicht gefordert oder extra gefördert),
      Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung
    • bei Biomasseanlagen: Errichtung eines integrierten oder nachgerüsteten Staubabscheiders, insofern nicht extra gefördert

     

    Ersetzt die geförderte Wärmepumpe einen besonders ineffizienten Kessel (Öl/Gas, kein Brennwert, außerhalb gesetzliche Austauschpflicht), wird der Förderbetrag seit 2016 noch einmal um 20% aufgestockt! In diesem Fall muss gleichzeitig die gesamte Heizungsanlage optimiert werden:

    • Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes (z.B. nach DIN EN 15378)
    • Durchführung des hydraulischen Abgleichs
    • Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Effizienzverbesserung des Heizungssystems (z.B. Anpassung der Heizkurve, der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung, Einsatz von Einzelraumreglern)

    Für die Optimierung gibt es einen pauschalen Zuschuss von 600 EUR, allerdings nur im Paket mit der 20-prozentigen Aufstockung.

    ACHTUNG: Die Förderung von Optimierungsmaßnahmen bei Errichtung der Anlage (s.o.) sind nicht mit dem Paket des 20-prozentigen Zuschlags und den 600 EUR für Optimierungsmaßnahmen kombinierbar!

  • 22. Was ist der APEE-Bonus?

    22. Was ist der APEE-Bonus?

    Seit 2016 können Antragsteller zusätzlich zur Basis-/Innovationsförderung und den genannten Boni einen 20-prozentigen Zuschlag auf ihre Gesamtfördersumme erhalten. Diese Maßnahme ist das sog. Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) der Bundesregierung.

    Der APEE-Bonus kann in Anspruch genommen werden, wenn ein alter Heizkessel ausgetauscht wird, der...

    • fossile Brennstoffe (Gas oder Heizöl) nutzt,
    • nicht auf Brennwert- oder Brennstoffzellentechnik beruht und
    • nicht von der Austauschpflicht der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfasst wird

    Darüber hinaus müssen neben dem reinen Tausch des Wärmeerzeugers Optimierungsmaßnahmen an der Heizungsanlage durchgeführt werden, für die es einen Pauschalzuschuss von 600 EUR gibt:

    • Bestandsaufnahme und Analyse des IST-Zustandes (z.B. nach DIN EN 15378)
    • Durchführung des hydraulischen Abgleichs
    • Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Effizienzverbesserung des Heizungssystems (z.B. Anpassung der Heizkurve, der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung, Einsatz von Einzelraumreglern)

    Der Zuschlag und der Optimierungszuschuss sind nur im Paket antragsfähig. Eine Nutzung des Bonus für Optimierungsmaßnahmen bei Errichtung der Anlage ist in diesem Fall ausgeschlossen!

    Anbei finden Sie die Mindestfördersätze bei Inanspruchnahme des APEE-Bonus. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 1,2 x Mindestfördersumme (Basis/Innovation) + 600 EUR. Werden zusätzlich Boni (z.B. Lastmanagement-Bonus) in Anspruch genommen, wird deren Summe ebenfalls mit 1,2 multipliziert.

    Tabelle mit APEE-Fördersätzen für Bestandsgebäude
    Fördersätze der Basisförderung und Innovationsförderung im Vergleich
  • 23. Ist eine gleichzeitige Förderung über das MAP und ein KfW-Programm möglich?

    23. Ist eine gleichzeitige Förderung über das MAP und ein KfW-Programm möglich?

    KfW- und MAP-Förderung

    Der Kumulierung - also die Inanspruchnahme mehrerer Förderprogramme für dieselbe Maßnahme - vom Marktanreizprogramm (MAP) über das BAFA und von KfW-Programmen sind enge Grenzen gesetzt. Grundsätzlich gilt ein sogenanntes Kumulierungsverbot.

    Folgende KfW-Programme sind jedoch ohne Einschränkungen mit dem MAP kumulierbar:

    Andere KfW-Programme dürfen nur dann in Anspruch genommen werden, wenn die neue Wärmepumpe nicht (so wie der restliche Neubau) über das jeweils beantragte KfW-Programm finanziert wird. In diesem Fall würden die verschiedenen Förderprogramme lediglich kombiniert, nicht jedoch kumuliert. Dies gilt vor allem für folgende KfW-Programme:

Förderratgeber Wärmepumpe

Wärmepumpen Förderratgeber

Der Förderratgeber gibt einen Überblick über die vielfältigen Fördermaßnahmen für effiziente und klimafreundliche Wärmepumpen seitens des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der KfW-Bank.

Download


Antragsverfahren

  • 24. Wann ist ein Förderantrag zu stellen?

    24. Wann ist ein Förderantrag zu stellen?

    In der Basisförderung müssen Privatpersonen, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und gemeinnützige Organisationen den Antrag innerhalb von 9 Monaten nach Inbetriebnahme bzw. Durchführung der Optimierungsmaßnahme beim BAFA einreichen. Maßgeblich ist stets der Tag des Antragseingangs beim BAFA. Verfristet eingehende Anträge muss das BAFA aus zwingenden haushaltsrechtlichen Gründen ablehnen.

    Unternehmen (ebenso Contractoren, KMU, an denen mehrheitlich Kommunen beteiligt sind, freiberuflich Tätige) müssen den Antrag immer vor Vorhabensbeginn (damit ist der Abschluss des Vertrages gemeint, Planungsleistungen dürfen im Vorfeld jedoch erbracht werden) stellen.

    In der Innovationsförderung müssen alle Anträge VOR Vorhabenbeginn gestellt werden. Dies gilt auch für Privatpersonen und insbesondere bei allen Neubauvorhaben. Als Vorhabensbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen sowie die Erschließung der Wärmequelle dürfen vor Antragstellung durchgeführt werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA. Erst nach Erhalt der Eingangsbestätigung vom BAFA darf der Vertrag zum Einbau bzw. Kauf der Wärmepumpe unterschrieben werden.

    Bei erdgekoppelten Wärmepumpen gilt der Zeitpunkt der Beauftragung/Bestellung der Wärmepumpe als Kriterium - nicht der Termin der Beauftragung bzw. Durchführung der Bohrung für der Erdwärmesonde. Hintergrund ist, dass die Sonde häufig lange vor dem Einbau der Wärmepumpe errichtet wird. Gleichwohl ist für die volle Förderung auf die Einhaltung der Förderkriterien für Erdwärmesonden zu achten!

    Bei dem Kauf eines Fertighauses ist es wichtig, dass im Kaufvertrag des Hauses noch nicht das konkrete Wärmepumpen-Modell aufgeführt ist. Siehe dazu auch Frage 29.

  • 25. Woraus besteht ein Antrag?

    25. Woraus besteht ein Antrag?

    Wenn der Antrag nach Inbetriebnahme der Anlage zu stellen ist, sollte ein Antrag folgende Dokumente beinhalten:

    • das ausgefüllte und eigenhändig unterschriebene Antragsformular
    • die vom Fachunternehmer / Installateur unterschriebene Fachunternehmererklärung
    • Rechnung des Fachunternehmers in Kopie

    Wenn die Antragstellung vor Vorhabensbeginn vorgeschrieben ist (zweistelliges Antragsverfahren), verlangt das BAFA 

    • das Antragsformular, technische Angaben, wie z.B. Hersteller, Typ und Nennwärmeleistung sind im Antragsformular anzugeben
    • das Angebot des Fachunternehmers
    • Berechnung der Jahresarbeitszahl und ggf. Konzept der Systemeffizienz

    Nach Inbetriebnahme muss im zweiten Schritt der Antragstellung dann noch die Inbetriebnahme mit der Rechnung in Kopie nachgewiesen werden. Erst dann erfolgt die Auszahlung der Fördersumme.

    Anträge von Unternehmen und Freiberuflern sowie grundsätzlich alle Anträge auf Innovationsförderung müssen VOR Vorhabensbeginn gestellt werden.

    ACHTUNG: Die Antragsformulare zur Basisförderung und Innovationsförderung sehen sehr ähnlich aus und unterscheiden sich im Titel nur durch ein Wort. Bitte achten Sie darauf, 

    • dass Sie für die Basisförderung das Formular mit dem Titel "Antrag auf Förderung einer effizienten Wärmepumpe" ausfüllen,
    • dass Sie für die Innovationsförderung das Formular mit dem Titel "Antrag auf Innovationsförderung für eine effiziente Wärmepumpe" ausfüllen.
  • 26. Wo bekomme ich die Förderanträge und wo muss ich sie einreichen?

    26. Wo bekomme ich die Förderanträge und wo muss ich sie einreichen?

    Die Förderanträge bekommen Sie auf der Website des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dort finden Sie zusätzlich viele weitere Informationen zur Förderung von Wärmepumpen.

    Die Formulare können auch per Post bestellt werden. Hierzu ist eine Anfrage an folgende Adresse zu schicken:

    Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
    Förderung erneuerbarer Energien
    Frankfurter Straße 29-35
    65760 Eschborn

    An diese Adresse ist auch der Antrag einzureichen.

  • 27. Was passiert, wenn die berechnete JAZ im Förderantrag von der gemessenen JAZ abweicht?

    27. Was passiert, wenn die berechnete JAZ im Förderantrag von der gemessenen JAZ abweicht?

    In der Innovationsförderung und bei der Förderung von Optimierungsmaßnahmen nach einem Betriebsjahr müssen die berechnete JAZ im Förderantrag und die tatsächlich erreichte JAZ verglichen werden.

    Bei der tatsächlichen JAZ spielen aber neben der Qualität der Anlage auch das Nutzerverhalten eine nicht unerhebliche Rolle. Dieses kann während der Ermittlung der berechneten JAZ nur begrenzt berücksichtigt werden. Abweichungen sind also durchaus normal. Der gewährte Zuschuss wird nicht im Nachhinein zurückgefordert.

    Der Vergleich soll bei erheblichen Abweichungen nach unten einen Anlass dafür bieten, die Anlage noch einmal zu überprüfen, ggf. Optimierungsmaßnahmen vorzunehmen bzw. den Nutzer über Effizienzpotenziale aufzuklären.

  • 28. Wie werden Inbetriebnahme und Vorhabensbeginn definiert?

    28. Wie werden Inbetriebnahme und Vorhabensbeginn definiert?

    Anträge auf Basisförderung von Privatpersonen müssen innerhalb von 9 Monaten nach Inbetriebnahme gestellt werden. Eine Wärmepumpe gilt als in Betrieb genommen, wenn sie arbeitet und dauerhaft eingeschaltet bleibt. Ein bloßer Probelauf stellt noch keine Inbetriebnahme dar. Es ist grundsätzlich unerheblich, ob nach der Inbetriebnahme Mängel an der Anlage aufgetreten sind. Das Inbetriebnahmedatum ist auf den Tag genau anzugeben.

    Bei Unternehmen und Freiberuflern ist eine Antragstellung immer vor dem Vorhabensbeginn verpflichtend (Ausnahme: Optimierungsmaßnahmen). Das gilt ebenso für sämtliche Anträge auf Innovationsförderung. Als Vorhabensbeginn gilt der rechtsverbindliche Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen und Bohrungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. D.h. der Antrag muss gestellt werden, bevor der Auftrag für das konkrete Wärmepumpen-Modell gegeben wurde.

    Sobald der Antrag beim BAFA eingegangen ist, darf ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag abgeschlossen werden. Der Antragsteller muss nicht den Zugang des Bewilligungsbescheides abwarten.

    Wenn Sie ihr Haus über einen Generalunternehmer oder Fertighaushersteller beziehen, lesen Sie bitte auch Frage 33.

  • 29. Wird der Zuschuss immer ausbezahlt oder nur solange die Fördergelder reichen?

    29. Wird der Zuschuss immer ausbezahlt oder nur solange die Fördergelder reichen?

    Die Gewährung der Zuwendung steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der veranschlagten Haushaltsmittel. Es besteht kein Rechtsanspruch des Antragstellers auf die Förderung. Der jährliche Fördertopf wurde in den vergangenen Jahren nicht ausgeschöpft. Außerdem ist der Bundesregierung sehr daran gelegen, die Energiewende im Heizungskeller voranzubringen, sodass davon ausgegangen werden kann, dass genügend Fördergelder bereit gestellt werden. Derzeit wird das Marktanreizprogramm (MAP) mit jährlich 300 Millionen Euro gefördert.

  • 30. Was ist beim Einbau von Strom- (bzw. Gas-) und Wärmemengenzählern zu beachten?

    30. Was ist beim Einbau von Strom- (bzw. Gas-) und Wärmemengenzählern zu beachten?

    Stromzähler bei MAP

    Strom- (bzw. Gas-) und Wärmemengenzähler sind so einzubauen, dass die Jahresarbeitszahl im praktischen Betrieb ermittelt werden kann. Das bedeutet:

    • Alle in den Heizungskreislauf und an die Warmwasserbereitung abgegebenen Wärmemengen müssen erfasst werden. Dies kann gegebenenfalls den Einbau mehrerer separater Zähler erforderlich machen.
    • Der Stromzähler muss so installiert sein, dass die eingesetzte Strommenge einschließlich der Strommenge für den Betrieb der peripheren Verbraucher, insbesondere der Grundwasserpumpe, der Soleumwälzpumpe, des Notheizstabes und der Regelung ermittelt werden kann. Es wird jedoch auch akzeptiert, wenn der Stromverbrauch für die Regelung nicht von dem Stromzähler der Wärmepumpe erfasst wird. Dies gilt ebenso für Gaswärmepumpen, bei denen die Ermittlung der Jahresarbeitszahl eigentlich auch unter Berücksichtigung des Stromverbrauchs für die Regelung erfolgen soll.

     

     

  • 31. Was passiert, wenn mein Bohrunternehmen noch kein Zertifikat nach W 120-2 hat?

    31. Was passiert, wenn mein Bohrunternehmen noch kein Zertifikat nach W 120-2 hat?

    Generell gilt, dass Bohrunternehmen ein Zertifikat nach DVGW W 120-2 besitzen müssen, damit die Förderung ausbezahlt wird. Die Bohrunternehmen müssen den Nachweis erbringen, dass Sie die Zertifizierung nach dem DVGW-Arbeitsblatt W120-2 bei einer akkreditierten Zertifizierungsstelle erhalten haben.

  • 32. Was passiert, wenn meine Sonde bereits vor dem 1. April 2015 gebohrt wurde?

    32. Was passiert, wenn meine Sonde bereits vor dem 1. April 2015 gebohrt wurde?

    Sondenbohrung MAP

    Häufig werden Erdwärme-Sonden einige Zeit vor dem Einbau der Wärmepumpe installiert. Wurde die Sonde vor Inkrafttreten des Marktanreizprogrammes am 1. April 2015 verlegt, ohne dass die Qualitätskriterien (W 120-2-Zertifikat, verschuldensunabhängige Versicherung) eingehalten wurden, ist eine Förderung dennoch möglich.

    In einem solchen Fall erhalten Sie die Fördersumme für Sole/Wasser-Wärmepumpen mit Kollektoren in Höhe von 4.000 EUR. Voraussetzung ist, dass zum Zeitpunkt der Antragstellung der Vertrag über die Lieferung der Wärmepumpe noch nicht abgeschlossen wurde.

    Erdwärmewärmepumpen mit Sonde, deren Bohrloch nach dem 1. April 2015 gebohrt wurde und die die Vorgaben für die Sondenerrichtung aber nicht erfüllen, erhalten keine Förderung.

  • 33. Wie muss der Antrag gestellt werden, wenn ein Neubau von einem Generalunternehmer oder Fertighaushersteller errichtet wird?

    33. Wie muss der Antrag gestellt werden, wenn ein Neubau von einem Generalunternehmer oder Fertighaushersteller errichtet wird?

    Hat man einen Fertighaus-Unternehmer oder einen Generalunternehmer mit der Errichtung eines Neubaus beauftragt, so gilt die Wärmepumpe selbst noch nicht als beauftragt, insofern der Vertrag mit dem Unternehmer nicht explizit ein förderfähiges Wärmepumpen-Modell benennt. Erst, wenn ein entsprechender Vertrag mit Nennung des Wärmepumpen-Modells geschlossen wurde, gilt dies als Auftragsbeginn , z.B. für die Innovationsförderung. Das heißt, der Vertrag mit dem Fertighaus-/Generalunternehmen darf schon vor der Beantragung der Förderung geschlossen werden, insofern er die o.g. Bedingungen erfüllt.

    Generell dürfen auch Unternehmen, also Fertighaushersteller oder Generalunternehmer, selbst die Förderung beantragen. Sie sind jedoch nicht verpflichtet, die Förderung an den Käufer des Gebäudes weiterzugeben. Dies sollte ggf. vertraglich geregelt werden.

    Beim Haus-Vertrag mit dem Fertighaushersteller oder Generalunternehmer sollte darauf geachtet werden, dass noch kein förderfähiges Wärmepumpen-Modell genannt wird. Ansonsten gilt dieser Vertrag bereits als Vorhabensbeginn und der Antrag auf Innovationsförderung muss vor Unterzeichnung dessen gestellt worden sein. Am besten wird zu einem späteren Zeitpunkt ein zweiter Vertrag nur für die Wärmepumpe verfasst, der das Modell benennt. So kann man den Antrag kurz vor dem Einbau der Heizung stellen.

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    Achtung: In Neubauten kann kein APEE-Bonus beansprucht werden. Dieser wird nur im Falle des Ausbaus eines alten konventionellen Kessels gewährt.

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