Überströmöffnungen
Damit Anlagen zur kontrollierten Wohnungslüftung die richtige Luftwechselrate erreichen, muss die Luftströmung von Raum zu Raum gewährleistet sein. Dazu werden zwischen den Räumen Überströmöffnungen vorgesehen, beispielsweise durch Lüftungsgitter in Innentüren oder Wänden, oder durch gekürzte Türblätter der Innentüren. Überströmöffnungen zum Badezimmer sollten so bemessen und angeordnet werden, dass Zugerscheinungen vermieden werden, da man nach dem Baden oder Duschen besonders sensibel auf Luftströmungen reagiert.
Warmwasser
Die rasche Bereitstellung von Warmwasser gehört heute in westlichen Ländern zum üblichen Wohnkomfort, hat sich aber noch etwas früher im Gewerbe und der Industrie durchgesetzt. Von Warmwasser spricht man im Temperaturbereich von etwa 30 bis 60°C, darüber hingegen von Heißwasser. Eine Wassertemperatur von 35°C empfindet der Durchschnitt als handwarm, während bei 55°C schon die Gefahr der Verbrühung beginnt – jedenfalls für Kinder. Deshalb werden die Thermostatventile in Wohnungen meist auf eine Normaltemperatur von 40°C eingestellt.
Warmwasser-Schichtenspeicher
Mehr Warmwasserleistung bei gleichzeitig weniger Platzbedarf ist ein wesentliches Merkmal der Schichtenspeicher-Technologie. Gegenüber Speicherwassererwärmern mit Wärmeübertragung über Rohrschlangen ist die Aufheizzeit kürzer. Über einen außerhalb des Behälters montierten Plattenwärmetauscher wird das Wasser erwärmt und von oben in den Speicher geladen. So steht sofort nach Beginn der Speicherladung warmes Wasser zur Verfügung.
Warmwasserbereitung
Der Begriff Warmwasserbereitung (auch Brauchwasserbereitung) bezeichnet die Erwärmung von Trinkwasser in einem Wassererwärmer. Diese werden nach ihrer Bauform und Art der Beheizung unterschieden. Als Beispiele sind zu nennen: Durchlauferhitzer, nebenstehende Warmwasserspeicher, indirekt beheizte Speicherwassererwärmer, Solar-Kombispeicher oder Warmwasser-Schichtenspeicher.
Warmwasserspeicher
Direkt beheizte Warmwasserspeicher versorgen eine oder mehrere Entnahmestellen unabhängig von einem Heizsystem mit Warmwasser. Die Speichergrößen reichen von 5 bis 500 Liter. Kleinere Speicher werden generell mit Strom beheizt, größere Geräte zur Versorgung mehrerer Wohneinheiten werden auch mit Gas befeuert. Für die dezentrale Warmwasserbereitung lassen sich damit beliebige Lösungen realisieren. Bei zentraler, an einen Wärmeerzeuger gekoppelter Warmwasserversorgung kommen indirekt beheizte Speicherwassererwärmer, nebenstehende oder Unterstell-Speicher, zum Einsatz.
Wärme
Wärme (auch Wärmemenge) ist eine physikalische Größe, auch Prozessgröße genannt.
Wärmeerzeuger
Sammelbegriff für alle Arten von Heizgeräten, die Wärme für Heizungsanlagen und zur Trinkwassererwärmung erzeugen. Je nach Konstruktion, Größe und Einsatzbereich werden Wärmeerzeuger unterteilt in Heizkessel, Wandheizgeräte oder Kombigeräte.
Spezielle Bezeichnungen unterscheiden z.B. Gas-Brennwertkessel, Öl-Heizkessel, Gas-Wandkombigeräte oder Gas-Kompaktgeräte mit Brennwertnutzung. Ein gemeinsames Merkmal dieser Wärmeerzeuger ist, dass bei der Verbrennung Abgase (Gas) bzw. Rauchgase (Öl) entstehen, die über einen Schornstein oder eine Abgasleitung abgeführt werden. Je nach Brennstoffart, Heizleistung sowie Art der Verbrennungsluftversorgung und Abgasabführung ist ein eigener Heizraum erforderlich oder die Aufstellung auch in Wohnräumen möglich.
Neben den Heizgeräten für die Brennstoffe Gas und Öl zählen auch thermische Solaranlagen, Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplung und die sich noch in der Entwicklung befindenden Brennstoffzellen-Heizgeräte zu den Wärmeerzeugern.
Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe erzeugt aus bis zu 75 Prozent Umweltenergie und 25 Prozent Antriebsenergie 100% Heizleistung. Dazu wird der Umwelt - dem Erdboden, der Luft oder dem Grundwasser - über ein Wärmetauschersystem Wärme entzogen. Diese wird innerhalb des Gerätes in einem Kältekreislauf auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und kann damit für Heizzwecke und zur Warmwasserbereitung genutzt werden.
Wärmepumpenstrom/ Wärmepumpentarif
Einige Energieversorger bieten für Wärmepumpen einen günstigeren Stromtarif an. Der Grund ist, dass Wärmepumpen als "regelbare Verbraucher" in Spitzenlastzeiten abgeschaltet werden können - je nach Vertrag beispielsweise bis zu 3 Mal täglich für jeweils bis zu 2 Stunden. Dadurch entlasten Wärmepumpen die Stromnetze.
Wärmequelle
Die Wärmepumpe entzieht den Großteil der benötigten Energie - je nach Effizienz bis zu mehr als 75 Prozent - als kostenlose Umweltwärme aus Erdreich, Grundwasser oder Luft. Alle diese Wärmequellen sind erneuerbare Energiequellen.
Wärmetauscher
In einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung überträgt der Wärmetauscher die mit der Abluft abgeführte Heizwärme wieder auf die frische Zuluft. Die Zuluft strömt vorgewärmt in den Raum ein. Damit ist nicht nur für stetigen Luftaustausch gesorgt, die kontrollierte Wohnungslüftung spart so nebenbei auch Heizkosten.
Wirtschaftlich
Wirtschaftlichkeit im Zusammenhang mit der Wärmepumpe bedeutet, dass Energieressourcen höchst effizient genutzt werden. Schließlich nutzt die Wärmepumpe überwiegend die kostenlose, unerschöpfliche Umweltwärme.
Zirkulationsleitung
Bei größerer Entfernung zwischen Warmwasserbereiter und Entnahmestelle (z.B. Waschbecken, Dusche, Küchenspüle) läuft zunächst abgekühltes Warmwasser aus der entsprechend langen Rohrleitung aus, bis wieder warmes Wasser ansteht. Deshalb wird in Installationen mit längeren Leitungsstrecken parallel zur Warmwasserleitung eine Zirkulationsleitung verlegt. Eine Pumpe hält die Warmwasser-Zirkulation im ständigen Umlauf. Damit steht auch an entlegenen Zapfstellen sofort warmes Wasser zur Verfügung.