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Saug- und Schluckbrunnen

Grundwasser-Wärmepumpen nutzen oberflächennahes Grundwasser zur Wärmegewinnung für Heizung und Warmwasserbereitung. Über einen Saugbrunnen (Förderbrunnen) wird das Grundwasser durch eine Unterwasserpumpe der Wärmepumpe zugeführt. Ein Schluckbrunnen führt das Grundwasser wieder in den natürlichen Kreislauf zurück, nachdem ein Teil der Wärmeenergie entzogen wurde.


Schalldämpfer

In einem Lüftungssystem zur kontrollierten Wohnungslüftung können durch die installierten Lüftungsleitungen Geräusche von einem Raum zum anderen übertragen werden. Weil dies nicht erwünscht ist, werden an den erforderlichen Stellen Schalldämpfer in die Rohrleitungen eingesetzt.


Sicherheitsventil

In einem geschlossenen Behälter steigt der Druck, wenn das darin enthaltene Wasser erwärmt wird. Sicherheitsventile schützen Warmwasserspeicher und Heizkessel gegen das Überschreiten des höchstzulässigen Betriebsdruckes.

Bei Speicherwassererwärmern wird das Sicherheitsventil im Kaltwasserzulauf installiert. Kleinere, wandhängende Warmwasserspeicher werden über eine Sicherheitsgruppe mit integriertem Sicherheitsventil angeschlossen.

Wird der Ansprechdruck erreicht, öffnet das Sicherheitsventil und baut so den Überdruck wieder ab. In Solarthermie-Anlagen leitet ein Sicherheitsventil im Fall einer Betriebsstörung Solarflüssigkeit in einen Auffangbehälter ab.


Solar

Die Solarenergie ist im Gegensatz zu fossilen Energieträgern unbegrenzt verfügbar. Moderne Photovoltaikanlagen wandeln die Sonnenstrahlung effizient in Strom um, Solarthermie gewinnt aus der Sonnenstrahlung Wärme. Dabei entstehen keinerlei Emissionen. Nachteilig wirkt sich in unseren Breiten die nicht ständige Verfügbarkeit bzw. mangelhafte Ergiebigkeit auf Grund von schlechten Wetterverhältnissen aus.

 

Auch die Wärmepumpe nutzt Sonnenenergie: Diese wird in Form von Wärme in Erde, Luft und Wasser gespeichert und steht - im Gegensatz zu der Sonnenstrahlung - ohne Unterbrechung zur Verfügung.


Solar / Solarthermie

Solarwärmeanlagen nutzen die Strahlungswärme der Sonne, um Wasser zu erwärmen. Über einen Solarkreislauf wird die Sonnenwärme vom Kollektor zum Solarspeicher transportiert. Reicht die gewonnene Solarenergie nicht aus, wird das Wasser über ein konventionelles Heizgerät oder energiesparender über eine Wärmepumpe nacherwärmt.

 

Die Nutzung der Sonnenenergie zur Erwärmung von Wasser wird als Solarthermie bezeichnet; für die Erzeugung von Solarstrom steht der Begriff Photovoltaik.


Solarer Deckungsgrad

Solarthermie-Anlagen werden überwiegend eingesetzt, um die kostenlose Sonnenwärme für die Warmwasserbereitung zu nutzen.

Der solare Deckungsgrad gibt an, wie groß der Anteil des Ertrags an Solarwärme am gesamten Energiebedarf ist, der zur Trinkwassererwärmung erforderlich ist.


Solarflüssigkeit

Um zwischen Kollektor und Solarspeicher die Wärme zu transportieren, zirkuliert im Solarkreislauf eine Wärmeträgerflüssigkeit. Diese nimmt im Absorber die eingestrahlte Sonnenwärme auf. Für sicheren Betrieb auch im Winter muss die Solarflüssigkeit jedoch frostsicher sein, so dass der Solarkreislauf nicht einfach nur mit Wasser befüllt werden darf. Deshalb wird hierfür ein ökologisch unbedenkliches Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel verwendet.


Solarspeicher

Ob die Sonnenwärme für die Warmwasserbereitung oder zur solaren Heizungsunterstützung genutzt wird: In beiden Fällen wird sie in einem Solarspeicher zwischengespeichert, damit die Wärme auch dann verfügbar ist, wenn die Sonne gerade nicht scheint.

Je nach Ausführung der Solarthermie-Anlage werden unterschiedliche Bauformen eingesetzt. Für die solare Trinkwassererwärmung werden überwiegend bivalente Warmwasserspeicher verwendet, an die zusätzlich ein zweiter Wärmeerzeuger angeschlossen werden kann.

Bei solarer Heizungsunterstützung wird die Wärme in einem Pufferspeicher bevorratet. Für die Kombination von Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung eignen sich Kombispeicher.


Speicherwassererwärmer

Warmwasser auf Vorrat in ausreichender Menge und mit der richtigen Temperatur bereitzustellen, ist die Aufgabe eines Speicherwassererwärmers.

Im Gegensatz zum Warmwasserspeicher wird das Trinkwasser durch den separaten Wärmeerzeuger im Behälter erwärmt und ist nach einer gewissen Aufheizzeit verfügbar. Die Aufheizzeit hängt ab von der Speichergröße, der Wärmeleistung und der eingestellten Warmwassertemperatur.


Strömungssicherung

Bei raumluftabhängigen, kamingebundenen Gas-Wandheizgeräten mit atmosphärischen Gasbrennern ist die Strömungssicherung fester Bestandteil. Als Bindeglied zwischen Gas-Heizgerät und Abgasrohr gewährleistet die Strömungssicherung (auch Zugunterbrecher genannt) die einwandfreie Verbrennung unabhängig von zu starkem Zug, Stau oder Rückstrom im Schornstein. Eine Abgasüberwachungseinrichtung verhindert, dass über die Strömungssicherung zu große Abgasmengen in den Raum austreten können.