Luftarten in Lüftungsanlagen
Anlagen zur kontrollierten Wohnungslüftung sorgen für ein angenehmes und gesundes Raumklima im Haus. Die Luft durchströmt dabei von der Ansaugung bis zur Abführung aus dem Gebäude verschiedene Teile der Lüftungsanlage.
Für die jeweilige Luftart und -qualität gelten deshalb besondere Begriffe:
- Als Außenluft wird die Luft bezeichnet, die über Ansaugöffnungen zur Lüftungsanlage geführt und zunächst gefiltert wird.
- In der Lüftungsanlage wird die gefilterte Außenluft bei entsprechender Witterung erwärmt und den Räumen als Zuluft zugeführt.
- Die verbrauchte Luft wird als Abluft aus den Räumen abgeführt.
- Die Wärmeenergie aus der Abluft wird in der Lüftungsanlage mittels Wärmetauscher an die Zuluft übertragen und schließlich als Fortluft über einen Dach- oder Außenwand-Auslass ins Freie geleitet.
Marktanreizprogramm / MAP
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Das Ziel der Förderung ist, den Absatz von Technologien der erneuerbaren Energien im Markt durch Investitionsanreize zu stärken und deren Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Gefördert werden u.a. auch effiziente Wärmepumpen.
Monoenergetisch
Zur Wärmeerzeugung wird bei monoenergetischer Betriebsweise nur eine Energieart eingesetzt - allerdings kann diese über verschiedene Heizsysteme genutzt werden, wie bei einer bivalenten, monoenergetischen Betriebsweise. Dies ist etwa bei einer Luft/Wasser-Wärmepumpe mit zusätzlichem Heizstab der Fall: Hier wird nur eine Energieart, nämlich Strom, genutzt - die Betriebsart ist also monoenergetisch. Bei außergewöhnlich kühler Witterung sorgt der Heizstab dafür, dass es immer behaglich warm bleibt - allerdings macht diese "Zusatzheizung" nur einen Bruchteil der gesamten Heizlast aus.
Monovalent
Zur Wärmeerzeugung wird bei monovalenter Betriebsweise nur ein Heizsystem eingesetzt. Dies ist der Fall, wenn ein Wärmeerzeuger den gesamten Wärmebedarf allein decken kann und wenn keine zusätzliche Heizung eingesetzt wird.
Bestimmte Heizsysteme benötigen die Unterstützung durch einen zweiten Wärmeerzeuger, um so als bivalentes System auch bei sehr kalten Außentemperaturen noch für behagliche Raumtemperaturen sorgen zu können. Die meisten Wärmepumpen arbeiten monovalent und benötigen keine zusätzliche Heizung.
Oberflächenkollektor
Bei einem Oberflächenkollektor oder -absorber handelt es sich im Regelfall um ein Betonelement, in dessen Innerem Kunststoffröhren mit Wärmetragerflüssigkeit befinden. Das Betonelement gibt es in verschiedenen Formen, z. B. als Zaun oder sogar als Carport. Es gibt auch Kollektorelemente, die nur aus Kunsstoffröhren bestehen, also ohne Betonummantelung.
Prinzipiell kann man sagen, dass die Entzugsleistung dieser Art von Kollektoren in der Heizperiode wesentlich geringer ist als die von Erdkollektoren oder -sonden, da sie wie Luft/Wasser-Wärmepumpen von der Außenlufttemperatur abhängen. Je kälter es also draußen ist, desto schlechter ist die Entzugsleistung.
Oberflächenverluste
Heizkessel strahlen über die Außenfläche Wärme an die umgebende Luft ab. Diese Wärmeabstrahlung steht nicht als nutzbare Heizwärme zur Verfügung und wird deshalb als Oberflächenverlust bezeichnet.
Jedoch wird dadurch der Raum mitbeheizt, in dem das Heizgerät aufgestellt ist. Befindet sich der Wärmeerzeuger innerhalb der gedämmten Gebäudehülle (z.B. im Wohnraumbereich) und nicht im unbeheizten Keller, wirkt sich dies sogar positiv auf die energetische Bewertung nach Energieeinsparverordnung (EnEV) aus.
Der Oberflächenverlust wirkt sich auf den Normnutzungsgrad aus und ist damit ein Faktor für die Wirtschaftlichkeit des Wärmeerzeugers. Moderne Heizgeräte verursachen deutlich weniger Oberflächenverluste als alte Heizkessel.
Offene Wassererwärmer
Drucklose (offene) Warmwasserbereiter arbeiten nach dem Überlaufprinzip und leiten beim Aufheizen den im Speicher entstehenden Überdruck über die Entnahmearmatur ab. Erkennbar ist dies am tropfenweise austretenden Wasser am Auslauf der Armatur. Die Versorgung von einzelnen Spül- oder Waschbecken ist ein typischer Einsatzfall für Elektro-Warmwasserspeicher. Für geschlossene Wassererwärmer, die im Regelfall mehrere Entnahmestellen (z.B. Waschtisch, Badewanne, Dusche, Küchenspüle) versorgen, ist im Kaltwasserzulauf ein Sicherheitsventil erforderlich.
Ölheizung
Der Begriff Ölheizung, auch Ölfeuerung genannt, wird als Oberbegriff verwendet für Anlagen, die durch Verbrennung von Heizöl (meist extraleichtes Heizöl) oder anderen Ölen Wärme für verschiedene Zwecke erzeugen.
Photovoltaik
Solarzellen wandeln einfallendes Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Photovoltaik ist umweltfreundliche Stromgewinnung durch Nutzung der Sonnenenergie. Der erzeugte Solarstrom wird über einen Wechselrichter in das öffentliche Netz der Elektrizitätsversorgung eingespeist. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert dem Betreiber einer Photovoltaikanlage die Abnahme und die Vergütung des Stroms durch das örtlich zuständige Energieversorgungsunternehmen.
Da ein immer größerer Anteil des Strommixes aus erneuerbaren Energiequellen wie etwa Photovoltaik-Anlagen stammt, wird auch die Ökobilanz der Wärmepumpe sozusagen von selbst mit den Jahren immer positiver.
Plattenwärmetauscher
Um Trinkwasser schnell und gleichzeitig während des Durchfließens zu erwärmen, werden Plattenwärmetauscher eingesetzt. Dies sind aus Edelstahlplatten gefertigte Blocks, durch die das zu erwärmende Wasser und das Heizwasser in getrennten Kammern fließen. So findet eine Wärmeübertragung statt.
Ein Anwendungsbeispiel sind Warmwasser-Schichtenspeicher, die das Trinkwasser über einen externen Plattenwärmetauscher erwärmen und in den oberen Speicherbereich laden.
Raumluftabhängige Betriebsweise
Bei raumluftabhängiger Betriebsweise entnimmt der Wärmeerzeuger die Verbrennungsluft direkt aus dem Raum. Dazu muss sichergestellt sein, dass dem Raum die nötige Luftmenge über Zuluftöffnungen zugeführt wird.
Die Luftzuführung kann durch eine Öffnung in der Außenwand des Aufstellraums (mind. 150 cm²) erfolgen. Alternativ ist die Verbrennungsluftversorgung über mehrere miteinander verbundene Räume möglich (sog. Verbrennungsluftverbund). Die Außenluft wird dabei über planmäßig undichte Fugen von Fenstern und Außentüren zugeführt. Die Innentüren innerhalb des Raumluftverbunds müssen mit Türschlitzen oder Lüftungsgittern versehen sein. Raumluftabhängige Heizgeräte dürfen nicht in ständig bewohnten Räumen installiert werden.
Regenerative Energien
Regenerative Energien bilden in der heutigen Zeit eine ernst zu nehmende und vernünftige Alternative zu herkömmlichen fossilen Brennstoffen. Neben Windenergie, Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse zählen zu den regenerativen Energiequellen auch die in Erdboden, Luft und Wasser gespeicherte Wärme (Geothermie, Aerothermie und Hydrothermie). Damit ist die Wärmepumpe ein Paradebeispiel für die effiziente Nutzung von erneuerbarer und kostenloser Energie aus der Umwelt.