Wärmequelle - Erdreich Erdsonde
Das Erdreich ist das ganze Jahr über eine Wärmequelle mit hoher Wärmeleistung. Ab einer Tiefe von etwa 10 Metern liegt die Temperatur konstant bei rund 10 Grad. Eine vertikale Erdwärmesonde nutzt diese Erdwärme effektiv und ist wegen des geringen Platzbedarfs insbesondere für kleine Grundstücke oder bereits angelegte Gärten empfehlenswert.
Bei Erdwärmesonden fließt das frostsichere Arbeitsmittel, das dem Erdboden Wärme entzieht, durch zwei u-förmige Kunststoffrohre in einem senkrechten Bohrloch. Dadurch benötigen sie nur wenig Fläche – der Bohrlochdurchmesser ist etwa so groß wie eine CD. Da ab einer Tiefe von etwa 10 Metern die Temperatur das ganze Jahr über nahezu konstant ist, ist die Erdwärmesonde insbesondere im Winter bei tiefen Temperaturen sehr effektiv. Die Tiefe der Sonde hängt vom Wärmebedarf und der Wärmeleitfähigkeit des Bodens ab. Bei einem neuen Einfamilienhaus liegt sie im Durchschnitt bei rund 100 m. Im Sommer kann man mit Erdwärmesonden auch sehr effektiv passiv kühlen.
Das Fachinformationssystem bietet den Zugang zu verschiedenen Datenquellen um das Themengebiet oberflächennahe Geothermie. Es ist eine Entscheidungshilfe auf dem Weg der Nutzung umweltfreundlicher, kostengünstiger und zukunftsfähiger Energieressourcen im Land Brandenburg. Der Clou: Man kann sich vor der Entscheidung, Erdwärme zum Heizen zu nutzen, in dem System genau anzeigen lassen, ob der Standort zur Nutzung geeignet ist. Ein Ausdruck kann dann gleich an den Landkreis zur Anzeige der Erdwärmeanlage genutzt werden. Interessantes Informationen zur Geothermie runden dieses gelungene Portal ab. Ab März 2008 vereint das Portal außerdem die Karten Baden-Württembergs, Berlins und Links zu den Geothermischen Landesdiensten fast aller Bundesländer.
Die Karte zur Standortqualifizierung soll dazu beitragen, das Verwaltungsverfahren zum Bau von Erdwärmesonden weiter zu vereinfachen. Sie wurde im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz (MUFV), vom Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht (LUWG) und dem Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) gemeinsam erarbeitet.
Der Response Test oder auch Geothermal Response Test ist eine anerkannte Feldmethode zur Bestimmung der effektiven Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes. Die Wärmeleitfähigkeit ist ein wesentlicher Parameter bei der Bemessung von Erdwärmesonden, Energiepfählen, erdberührten Bauteilen und geothermischen Dublettenanlagen (Förder- und Schluckbrunnen).







