Wasserverband Königs Wusterhausen
Im August 2007 begannen die Bohrungen für eine große Erdwärmesondenanlage am Sitz der Dahme-Nuthe Wasser-, Abwasserbetriebsgesellschaft (DNWAB) in Königs Wusterhausen.
Im Rahmen der Erweiterung/Sanierung der Betriebsstätte(Generalplanung/Baubetreuung; Architekturbüro Groth Ingenieure Bad Sülze) setzte die DNWAB konsequent auf regenerative Energien, um nachhaltig Betriebskosten einzusparen.
Mittels Erdwärmesondenanlage kann der Grossteil des Wärmebedarfs (Grundlastbetrieb mit Conergy-Wärmepumpe ca. 150 kW Heizleistung) und der gesamte Kältebedarf des fertiggestellten Neubaus und sanierten Altbaus kostengünstig und umweltschonend bereitgestellt werden. Des weiteren wird über eine Solarstromanlage Strom in das öffentliche Netz eingespeist.
Planung und Baubetreuung der Geoenergiezentrale und des Erdwärmesondenfeldes lagen in den bewährten Händen des Ingenieurbüro Reinhard aus Rostock in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Kempka aus Bad Doberan und des geologischen Fachbüros H.S.W. GmbH aus Rostock.
Laut beteiligter Planer wurde durch das bivalente Versorgungskonzept das wirtschaftliche Optimum der Erdwärmeanlage erreicht. Leistungsspitzen werden durch einen Gas-Brennwertkessel abgedeckt.
Insgesamt wurden 25 Erdwärmesonden jeweils mit einer Tiefe von 99 m abgeteuft. Die geologischen Bedingungen im südlichen Brandenburg sind günstig für eine geothermische Nutzung mittels Erdwärmesonden. Dies bestätigte der im Vorfeld der Bohrungen durchgeführter Leistungstest an einer Test-Erdwärmesonde (Geothermal Response Test).

Einbau einer Erdwärmesonde mit Messkabel DNWAB Königs Wusterhausen (Foto igf)

